Museum Hohe Marter

Geschichte

Die monumentalen Wehranlagen der Nürnberger Stadtmauer zeugen noch heute von der Wehrhaftigkeit einer nicht immer friedlichen Vergangenheit der ehemals Freien Reichsstadt Nürnberg. Kasernen und militärische Zweckbauten belegen die Bedeutung der Stadt als Garnison des Königlich Bayerischen Heeres, der Reichswehr, der Wehrmacht, der US-Streitkräfte und der Bundeswehr.

Im Rahmen der politischen Umwälzungen und dem Ende der Ost-West-Konfrontation wurde der Militärstandort Nürnberg 1994 aufgelöst.

Im Bewußtsein einer fast 1000-jährigen Geschichte der Soldaten in Nürnberg beschloß die militärgeschichtliche Vereinigung Nürnberg, die Initiative zur Errichtung des "Garnisonmuseum Nürnberg" zu ergreifen und wurde Förderverein für dieses Museum.

Durch intensive Bemühungen gelang es, die Stadt Nürnberg mit dem vorgelegten Konzept zu überzeugen. Gegen vielfältige Widerstände brachte man das Museum zunächst in den Räumen des "Centrum Industriekultur" unter. Aufgrund der guten Resonanz bei Besuchern und Förderern konnte der Bestand an Ausstellungsstücken beträchtlich erweitert, eine militärgeschichtliche Bibliothek aufgebaut und das Fotoarchiv katalogisiert werden. Schon 1995 zeichnete sich ab, daß der verfügbare Raum nicht mehr ausreichen würde. Also sah man sich nach einem neuen Domizil um. Fündig wurde man in Nürnberg-Schweinau, wo der Hochbunker Hohe Marter im Zuge der Umstrukturierung des Katastrophenschutzes zur Vermietung freigestellt wurde. Am 14. September 1996 war es dann soweit: Das Garnisonmuseum Nürnberg konnte nach dem Umzug und umfangreichen Sanierungsarbeiten in seinen eigenen Räumen eröffnet werden.

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