Das Garnisonmuseum Nürnberg ist seit 1996 im Hochbunker "Hohe Marter" beheimatet. Beim Bau des Turms 1941 versuchte man, diesen Luftschutzbau dem Stadtbild anzupassen. Der 25 Meter hohe Rundturm ist mit einer Backsteinmauer verblendet. Auf seinem oberen Abschluß wurde ein Ziegeldach aufgesetzt. So ergibt sich das Bild eines alten Wehr- oder Wasserturmes.
Die Sammlungen des Museums befinden sich hinter 2,40 m dicken, stahlarmierten Betonwänden. Während der über 40 schweren Bombenangriffe auf die Stadt im 2. Weltkrieg bot der Bunker bis zu 500 Personen Schutz. Nach Aussage von Museumsbesuchern, die im Hochbunker die Bombennächte des Krieges erlebten, war er jedoch meistens weit überbelegt.
Die Aufnahme einer derart großen Menschenmenge in einem Turm wird durch ein ausgeklügeltes Treppensystem ermöglicht. So verfügt der Bunker über zwei getrennte Treppenaufgänge, die nach einigen Stufen jeweils eine Aufenthaltsfläche erreichen. Nach jeder vierten Aufenthaltsfläche ist der Übergang in den anderen Treppenaufgang durch den Kern, der die Sanitäranlagen enthält, möglich.
Nach dem Krieg nutzen die US-Besatzungstruppen das Gebäude kurzzeitig. Bis in die 60er Jahre hinein war er anschließend ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge.